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Der Wagen 618 117 (Ommi51)

Muldenkippwagen der Deutschen Bundesbahn für Schüttgüter

 
 

In den 50er Jahren bekam die Bundesbahn zunehmend Konkurrenz vom LKW-Verkehr. Um diesem zu begegnen, wurden innovative Transportlösungen entwickelt. Eine davon waren Muldenkippwagen, die es ermöglichten, das Ladegut direkt vom Bahnwaggon auf den LKW zu entladen. Dafür waren die Wagen mit 5 zu beiden Seiten kippbaren Schüttgut-Mulden ausgerüstet. Die Konstruktion ging auf eine Entwicklung der Westf. Landes-Eisenbahn (WLE) zurück. Die Bundesbahn beschaffte zwischen 1953 und 1970 in verschiedenen Serien ca. 3.900 Wagen dieser Bauart, die sich in verschiedenen Details wie z.B. Sicherheitsausrüstung, Bremsen u.a. unterschieden. Leider stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass bei schlechten Gleisen oder gefrorenem Ladegut die Wagen beim Kippen der Mulden umstürzen  können. Um dies zu verhindern, wurden an beiden Längsseiten der Wagen Gleiszangen nachgerüstet bzw. bei neuen Wagen direkt eingebaut. Diese wurden an der von der Kipprichtung abgewandten Seite am Gleis befestigt und verhinderten so ein Umstürzen des Wagens. Ab den 1980er Jahren wurden die ersten Wagen ausgemustert. Da die Wagen bei den Kunden sehr beliebt waren, hielten sich die letzten Wagen trotz der nicht ungefährlichen Bedienung noch bis Mitte der 2000er Jahre im Verkehr. Einige Wagen wurden danach von Privatbahnen übernommen und wurde so noch einige Jahre eingesetzt.

Über Baujahr und Hersteller unseres Wagens ist leider nichts bekannt, anhand seiner Merkmale kann das Baujahr auf die Jahre 1963 - 1967 eingegrenzt werden. Zuletzt lief er bei der Deutschen Bundesbahn mit der Betriebsnummer 600 0 582, später gelangte er zunächst zur Prignitzer Eisenbahngesellschaft, später zur Hohenzollerschen Landesbahn. Von dort erwarben wir den Wagen im Jahre 2011.

Gattung: ................ Ommi51, ab 1964 F(s)-z 120
Hersteller: ............ unbekannt
Baujahr: ............... zwischen 1963 und 1967
Länge ü. Puffer: .. 9.000 mm
Dienstgewicht: .... 12,4 t
Ladegewicht: ...... 27,0 t
Bremse: ............... KE-G
Höchstgeschw.: .. 90 km/h
Zustand: ............... zur Aufarbeitung vorgesehen

 

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