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Die Dampflokomotive 78 468 (Pt 37.17) - Preußische T18

Tenderlokomotive für den Personen- und leichten Schnellzudienst

 
 

 

Die Geschichte unserer Dampflokomotive 78-468 geht auf eine sehr gelungene Konstruktion der Firma Vulcan-Werft AG in Stettin aus dem Jahre 1912 zurück. Gedacht für den Fährverkehr mit leichten Schnellzügen auf der Insel Rügen konnte die Lokgattung T 18 bald ihre Stärken im schweren Berufsverkehr der Ballungsräume ausspielen. Das sehr gute Beschleunigungsvermögen und die hohe, in beiden Fahrtrichtungen gleiche, Höchst-geschwindigkeit machten sie geradezu zur idealen Lokomotive für dieses Betätigungsfeld. Die 78 468 wurde 1923 bei der Lokomotivfabrik Henschel und Sohn GmbH in Kassel gebaut und am 24. Januar 1924 bei der Reichsbahndirektion Oppeln im Bahnbetriebswerk (Bw) Gleiwitz in Dienst gestellt. 1944 kam sie zur Reichsbahndirektion Wuppertal und wurde hier dem Bw Hagen-Eckesey, ab 1956 dem Bw Wuppertal-Vohwinkel zugewiesen. 22 Jahre lang war sie nach der Übernahme durch die spätere Deutsche Bundesbahn in Nordrhein Westfalen im Einsatz, vorwiegend im Raum Wuppertal. Hier bekam sie auch 1956 ihre Wendezugsteuerung, die den Einsatz vor Dampf-Wendezügen ermöglichte. Von Ende 1966 bis zu ihrer Abstellung im April 1969 wurde sie in Hamburg, wie zuletzt in Wuppertal, mit Wendezügen eingesetzt. Am 10. Juli 1969 wurde sie schließlich ausgemustert, entging jedoch dem Schneidbrenner und kam in das Museum für Hamburgische Geschichte. Dort wurde sie äußerlich hergerichtet, jedoch nicht betriebsfähig aufgearbeitet. 1998 konnte die Historische Eisenbahn Oberhausen die Lok von der Deutschen Bahn AG, die sie bereits in das Dampflokwerk Meiningen zur Hauptuntersuchung gebracht hatte, erwerben. Im Rahmen eines Förderprojektes gelangte sie anschließend in das Eigentum der Stadt Oberhausen. Nach der betriebsfähigen Herrichtung der Lok wurde sie durch die  Emscherpark Eisenbahn Tourismus Gesellschaft (EPEG) als Betreiberin im Rahmen der Tourismusförderung NRW eingesetzt. Ende 2007 sprach uns die EPEG an, ob wir nicht die Möglichkeit sähen, die Maschine zukünftig gemeinsam zu betreiben. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung  zwischen Eisenbahn-Tradition e.V. und der EPEG übernahmen wir ab 2008 federführend den Betrieb der Lok. Im Januar 2008 kam die Lok im Schlepp einer Diesellok nach Lengerich. Nach einer Hauptuntersuchung mit umfangreichen Arbeiten an Kessel und Fahrwerk konnte die stolze Preußin im Sommer 2008 wieder aus eigener Kraft fahren und steht für Sonderfahrten zur Verfügung. Seit Beginn des Jahres 2017 gehört die Lok unserem Verein und ist somit neben der 50 3655 die zweite Dampflokomotive im eigenen Bestand.

Gattung: .......................... Pt 37.17  
Hersteller: ...................... Henschel u. Sohn GmbH, Kassel
Fabriknummer: ............ 20166

Baujahr: ......................... 1923
Länge ü. Puffer: ............ 14.800 mm
Dienstgewicht: .............. 105,0 t
Kesselüberdruck: .......... 12 kp/cm²
Treibraddurchmesser: .. 1.650 mm
Leistung: ........................ 1.140 PSi
Höchstgeschw.: ............ 100 km/h
Kohlevorrat: .................. 4,5 t
Wasservorrat: ............... 12 m³
Zustand: ......................... betriebsfähig

 

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